Geschichten von der Klein-Berliner Flaniermeile PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Adelbert Barth/HZ   
Samstag, den 08. März 2014 um 09:07 Uhr

In der voll besetzten Festhalle eröffnete die Lumpenkapelle den Rosenmontagsball in Melchingen und ließ es krachen. Nach kurzer Zeit standen die Narren auf den Stühlen und die Stimmung in der Halle kochte.

Narrenpräsident Roland Schanz freute sich über die bunte Narrenschar. Wie es bei der Narrhalla Tradition ist, standen beim Rosenmontagsball als allererstes Ehrungen auf dem Programm: Zwei Humoristen sind seit zehn Jahren dabei, sechs Burghexen seit ebenfalls zehn Jahren, fünf Hexen seit 20 Jahren, fünf weitere Hexen seit 25 Jahren. Sieben Klein-Berliner Bären wurden für zehn Jahre Mitgliedschaft, 25 Bären für 20 Jahre ausgezeichnet. Unterm großem Beifall des Publikums wurde Hayno Pfahler zum Ehrenmitglied ernannt.

Und dann gings los. Jetzt kam das, worauf die Narren gewartet hatten. Die Klein-Berliner Humoristen hatten ein buntes Programm für den Abend zusammengestellt und das versprach jede Menge gute Laune. Michael Pfahler als "Lude" und Benni Theinert als "Bordsteinschwalbe" führten durch den Abend. Mit spitzer Zunge brachte Prinzessin Madlen Melchinger Bettgeschichten und hatte, wie es sich für die Bärenmutter gehört, manchen Lacher zu bieten.

Als gehörloser Pfarrer aus der "sorglosen Seeleneinheit" nahm der Altmeister der Humoristen, Helmut Viesel, die Beichte ab. Mit viel Wortwitz verstand er es, das Publikum zu begeistern.

Natascha Pfahler, Julia Viesel und Hannegret Bausinger philosophierten als "Reigschmeckte" über die künftige Nutzung des Gewerbegebietes und die Vorzüge der Melchinger Männer. Die drei wurden mit großem Beifall belohnt.

Die Siegerinnen des Maskenballs am Schmotziga erfreuten nochmals das Publikum mit ihrer heißen Nummer. Aus der Bütt am Rosenmontag nicht mehr wegzudenken ist "Engel" Philipp Götz. Er kommentiert Geschichten aus Klein-Berlin und der Welt und meinte zur "Silberhochzeit" von Ortsvorsteherin Waltraud Barth-Lafargue und Ortschaftsrat Roland Schanz: "Seit 25 Jahren seid ihr aneinander gekettet. Und hab uns schon oft vor den Burladingern gerettet." Auch er hatte die Lacher auf seiner Seite. Eigentlich sollte das Jubelpaar noch einen Walzer tanzen, aber Präsident Roland verdrückte sich schnell.

Der Mutter, Petra Maichle-Mayer, wurde das Theaterspielen in die Wiege gelegt, und ihre Tochter, Lisa Mayer, steht ihr nichts nach. So spielten die beiden einen kurzen, aber sehenswerten und sehr lustigen selbst geschriebenen Sketch. Im letzten Stück der Klein-Berliner stand die "Melchinger Davidwache" im Mittelpunkt. Tobias Bahnmüller, Roland Schanz, Natascha Pfahler, Hans Peter Faigle, Lena Barth, Manfred Maichle, Janik Macijevski und Sarah Hartmann spielten Szenen und Geschichten der Klein-Berliner Flaniermeile. Auch sie wurden mit reichlich Befall belohnt. Zum Abschluss des fast vier Stunden dauernden Programms - zwischen den einzelnen Programmpunkt spielte Alleinunterhalter Alexander Schunkelrunden - zeigten die Burghexen ihren mit akrobatischen Pyramiden bestückten Hexentanz. Nach dem großen Finale auf der Bühne konnte noch die ganze Nacht zu flotter Musik das Tanzbein geschwungen werden.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 08. März 2014 um 09:11 Uhr