Narren auf der Reeperbahn PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Adelbert Barth/HZ   
Samstag, den 08. März 2014 um 09:00 Uhr

Mit großem Programm ist die Narrhalla Klein-Berlin am Schmotziga in die Hausfasnet gestartet. Zum abendlichen Maskenball kamen wieder so viele hübsch Kostümierte, dass die Jury es nicht leicht hatte.

Der Fackelumzug am Schmotziga Doschdeg hat in Melchingen eine lange Tradition . So zogen auch dieses Jahr wieder, an geführt von den Lauchertmusikanten und mit Fackeln und Lampions ausgestattet, viele kleine und große Narren durch die nächtlichen Klein-Berliner Straßen.

Am Narrenbaum hieß Narrenpräsident Roland Schanz die Gäste willkommen. Hexenvater Klaus Szaukellis verkündete: "Mir Burghexa haut a Freid, zeha neue Hexa deifet mir heid." Dann begann das Ritual der Hexentaufe. Zuerst stellte er die Neulinge vor, bevor diese dann unter lautem Jubel der Zuschauer verschiedene Prüfungen ablegen mussten. Dabei durften ein Sprung übers Feuer, der Ritt auf dem Besen um den Narrenbaum und das Bauen einer Hexenpyramide nicht fehlen. Zum Schluss der Zeremonie mussten sie am Narrenbaum den Hexenschwur ablegen.

Danach lud der Präsident in die Festhalle zum Maskenball mit Kostümprämierung ein. Nach dem Motto "Ganz Klein-Berlin und jeder Mann macht dieses Jahr auf Reeperbahn" war der Eingangsbereich der Halle dem legendären Ritz nachgestellt. Nach und nach füllte sich die Halle. Zur Freude des Präsidenten gab es keine Besucher, die nicht in einem Kostüm erschienen waren .Die Partyband "NJoy" aus Dornstadt mit ihrer Sängerin Alexandra brachte die Stimmung in der Halle in kurzer Zeit zu Kochen.

Dann wurde es spannend: Neun Gruppen hatten sich zur Kostümprämierung angemeldet und buhlten um die Gunst des Publikums. Was die einzelnen Gruppen darboten, war vom Feinsten. Eine ganz heiße Nummer zeigten als erste Gruppe fünf junge Mädchen in sexy Wäsche. Die "geile Meile" wurde von der zweiten Gruppe mit einem Potpourri aus verschiedenen Liedern dargestellt .Mit den Fangesängen des FC St. Pauli zeigten sich die Fans vom Kiez auf der Bühne. Mit einem Showtanz machten die "Foxies" auf sich aufmerksam.

Etwas gemütlicher ließen es die "Kameler" angehen. Sie sangen als Bardamen und Matrosen das Lied vom kleinen Matrosen a cappella. Mit flotter Musik und in Schlauchbooten versuchten die "Drunken Sailors" das Publikum für sich zu gewinnen. Raus aus dem Zoo und ab auf die Reeperbahn war das Motto verschiedener Tiere: Jedes Tier stellte sich mit seinem eigenen Lied vor. Die Gewinner des Vorjahres, die "Sexy Six", zeigten sich als die Beachwatch vom Elbstrand. Kreischende Mädels im Petticoat und die Beatles präsentierten sich zum Schluss mit "Es begann auf der Reeperbahn".

Während das Publikum darüber grübelte, welche Gruppe am besten war , heizte die Luka Salmendingen die Stimmung weiter auf.

Roland Schanz betonte bei der Siegerehrung, dass es bei dieser tollen Show einen großen Gewinner gegeben habe: das Publikum. Verlierer gebe es keine. Jede Gruppe, die sich mit einem vierten Platz begnügen musste, wurde mit Sekt entschädigt. Die drei Erstplatzierten erhielten kleine Geldpreis. Das sehr knappe Ergebnis verkündete Schanz: Auf dem dritten Platz landeteten die "Drunken Sailors", Zweite wurden die "Sexy Six", und den ersten Platz ertanzten sich die Mädels mit der heißen Nummer.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 08. März 2014 um 09:14 Uhr