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Kategorie: News-Blog

Zehn neue Burghexen bestehen vier Prüfungen

Melchingen. Angeführt von den Lauchertmusikanten zogen der Elferrat die Prinzengarden, kleines und großes Prinzenpaar und jede Menge Hexen und Bären mit Fackeln und laut "Horig Horig" durch das nächtliche Klein-Berlin.Zehn neue Burghexen, einige davon schon aus der zweiten Generation, waren mit im Zug und wurden angebunden an den Narrenbaum geführt. Hier hatten sie vor dem Hexenvater, Klaus Szaukellis, vier Prüfungen abzulegen, damit sie in den Kreis der Burghexen aufgenommen werden.Da sich jede Hexe vor dem Feuer fürchtet, mussten alle einen Sprung darüber wagen, um anschließend mit ihrem Besen um den Narrenbaum zu reiten. Um sich für die kommende Saison zu stärken, gab es anschließend einen großen Schluck bittersüßen Hexentrunk. Pyramiden bauen ist bei den Burghexen Ehrensache und die neuen mussten zeigen, dass sie auch dazu in der Lage sind. Nachdem auch dies bewerkstelligt war und der Hexenschur am Narrenbaum lautstark durch die Nacht tönte, wurden die zehn Neuen mit fürchterlichen Geschrei aufgenommen.

Narrenpräsident Stefan Kürsammer lud anschließend die zahlreichen Zuschauer zum Maskenball in die Festhalle ein. In der Festhalle gaben sich die "Stars der Welt" die Klinke in die Hand, und schon bald war die Halle bis auf den letzten Platz mit verkleideten Narren gefüllt. Dabei störte auch eine närrische Protestbewegung nicht, die auf ihren Plakaten zu einer Freitagsdemonstration für die Fasnet aufriefen. Stefan Kürsammer und Tobias Ellner führten durchs Programm und stellten die fünf Gruppen vor, welche sich für den Kostümwettbewerb gemeldet hatten.

Närrischer Demonstranten machen sich beim Melchinger Maskenball für die Verlängerung der Fasnet stark. Die Besucher sind mit originellen Verkleidungen zur Veranstaltung gekommen, die mit ihrem pfiffigen Bühnenprogramm beste Unterhaltung bot. Fotos: Barth Foto: Schwarzwälder Bote

"Speedi Gonzales, die schnellste Maus aus Mexico", "Raketen auf dem Weg zu den Stars", "Finde den Fehler", "Die sechs Zwerge", "Kelly Familie" und "Der Rote Teppich" buhlten um die Gunst des Publikums. Zum Showtanz traten mit Raketen auf dem "Weg zu den Stars" und die "Singende Altkleidersammlung Kelly Familie" nur zwei Gruppen an. Anmutig tanzten die Raketen und die Männer der Gruppe parodierten Charlie Chaplin. Die Kelly Familie sang die herzzerreisenden Schnulzen der Sängerfamilie und versuchte, damit zu punkten.

Während die Besucher aufgefordert waren, ihre Stimmzettel auszufüllen und die Jury diese auswertete, stürmte der "Burladinger Blechschaden" die Bühne. Mit ihrem Sound brachten sie die Halle zum Beben. "Bei unseren Wettbewerben gibt es keine Verlierer", verkündete Tobias Ellner, und weiter sagte er: "Der große Gewinner ist die Klein-Berliner Fasnet." In der Gunst des Publikums standen nach der Auszählung der Stimmen im Kostümwettbewerb und im Showtanz die "Kelly Familie" ganz oben.

Kürsammer kündigte anschließend einen weiteren Höhepunkt des Abends an, das Klein-Berliner Männerballett. Stefanie und Bianca Schanz hatten mit den Männern die Schritte eingeübt, sodass diese graziös über die Bühne schweben konnten. Leichtes Spiel hatte dann die Luka Salmendingen, die die Stimmung vollends zum Sieden brachte.